christianmuthspiel
drucken

Christian Muthspiel´s Yodel Group (A/CH/F/USA)



 


Christian Muthspiel
- trombone, piano, compositions
Gerald Preinfalk - saxophones, clarinets
Matthieu Michel - trumpet, flugelhorn
Franck Tortiller - vibraphone
Jerome Harris - electric bass
Bobby Previte - drums


ENGLISH TEXT click here   REVIEWS click here

Jodler sind der Blues der Alpen.
Langsame, getragene, temporeiche, aufgeregte, beruhigende, traurige, heroische, andächtige Jodler, ursprünglich auch ein Singen und Rufen und Schreien von Alm zu Alm, waren in meiner - von einer sangesfreudigen und Berg-begeisterten Familie geprägten - Kindheit fixes Ritual bei jedem Gipfelsieg.
Gleichzeitig einfach und von höchstem Raffinement, immer beseelt, mal die Geister der Natur, mal die Liebe „zum Dirndl"  beschwörend, ein archaisches Jauchzen und Juchzen, in allen Bergregionen der Erde seit prähistorischer Zeit gesungen, kann diese wunderbare musikalische Form selbst ein Musikantenstadel nicht zerstören.
Ich mach mich nun auch an sie heran: Mit einer österreichisch-europäisch-amerikanisch besetzten Band, deren Musiker mir aus verschiedensten gemeinsamen Projekten großteils seit vielen Jahren vertraut sind. Mit der gebotenen Ehrfurcht, ohne allzu großen Respekt. Mit einem gänzlich unalpinen Instrumentarium.
Wie bei vielen vorangegangenen Metamorphosen auf Vorlagen etwa der Musik der Renaissance oder der alpenländischen Volksmusik ist es auch hier mein Bestreben sein, das Spannungsfeld zwischen Original und Eigenem, zwischen Altem und Neuem als Inspirationsquelle und Spielfeld zu nützen.(Christian Muthspiel)

 

 

"Yodelling" is the Blues of the Alps, at times rapid and exciting, at times sustaining, calming, sad, heroic and solemn.  The origin of yodelling was singing and calling from pasture to pasture in the Alps. This is all part of the childhood I grew up in, that was shaped by song and mountain and was a ritual whenever we reached the top of the hill.At the same time simple and of highest refinement and always full of soul, sometimes with the spirit of nature, sometimes provoking the love of the "dirndl", archaic cheering and crying out with joy, sung since prehistoric times in all the earth's mountain regions, this wonderful type of music cannot even be destroyed by the "Musikantenstadl".
With this venture I want to approach this style of music with an Austro-European-American band, whose musicians I have known closely for years from various mutual performances and by using totally non-alpine instruments. In so doing we treat this music respectfully but not too seriously.
Just as with several of my previous developments of music of the Renaissance or of alpine music, my aim in this project is to feel, be inspired by and express the tension between the original music and my own interpretation, between bygone times and the present where new music can freely take place.
(Christian Muthspiel, translation: Bobby Previte)


CHRISTIAN MUTHSPIEL´S YODEL GROUP, Pressezitate zur UA,
30th Jazzfestival Saalfelden, 28.8.2009, Main Stage, Opening Concert

KURIER
Almschrei
Zum Auftakt lässt Christian Muthspiel im Sextett - u. a. mit Bobby Previte an den Drums und Franck Tortiller am Vibraphon - seine Posaune röcheln, schmatzen und juchatzen, dreht und wendet sieben Jodler, die er den "Blues der Alpen" nennt. Wie er aus Zünftigem fein ausbalancierte Stücke fernab jeder Trivialität und Folklore macht, die harmonisch überraschen und sich melodisch hemmungslos ins Gemüt raunzen, macht Freude und Lust auf ein hoffentlich baldiges Wiederhören.

SALZBURGER NACHRICHTEN
Das begann schon im ersten Konzert des Festivals auf der Hauptbühne im Saalfeldner Kongresshaus, als Christian Muthspiel's Yodel Group sich des alten volksmusikalischen Gesangs annahm und gänzlich ohne ironische Überheblichkeit demonstrierte, was auch drinsteckt in dieser sonst gerne im Lieblich-Rustikalen feststeckenden Musik. Eine Weltpremiere aus Saalfelden, wie sie Schule machen könnte.

DER STANDARD
Muthspiels Kammermusik
...Neben dieser Kunst des Austobens belegten allerdings strukturierte Projekte, dass sorgfältige kompositorische Planung von Improvisation mittlerweile mehr Sinn ergibt, als das ausschließliche Vertrauen auf die eigene Impulsivität. Die intelligent erdachte Kammermusik von Christian Muthspiel etwa widmete sich dem Jodel-Aspekt von Volksmusik auf stilisierte, instrumentale Weise und fand sich doch auch von wunderbaren Solisten (wie Trompeter Matthieu Michel) bereichert.

WIENER ZEITUNG

Die Yodel Group des Christian Muthspiel etwa verpflanzt alpine Zünftigkeiten in groovige bis experimentale Regionen, lässt in dicht gepackten Passagen staunen und lachen...

KLEINE ZEITUNG
...nachdem zuvor die mit viel Spannung erwartete Yodel-Group des steirischen Komponisten und Posaunisten Christian Muthspiel mit sehr ausgeprägtem Formbewusstsein und harmonischer Schlüssigkeit ihre Alpenjazz-Fusion präsentiert hatte. Vom bluesigen Königs- bis zum butterweichen Andachtsjodler schöpfte Muthspiel aus Vaters Volksgutsammlung Erlesenes, um den hellen Improvisationsgeist seiner hochkarätigen Musiker zu wecken. „Schön, so schön", rief einer lauthals aus dem Publikum. Und hatte damit nicht so unrecht.